Was ist der Markt?
Der Markt ist die Gesamtheit der Konsumenten. Auch der Anbieter ist Teil des Marktes. Anbieter schaffen einen Markt, indem sie Leistungen anbieten. Markt ist überall, wo Leistung angeboten und nachgefragt wird. Die Marktkräfte befreien heißt, das Ich befreien von der Einmischung und Einschränkung durch Andere, die selbst keine Leistung am Markt erbringen wollen. Nur der Nachfrager bestimmt, was letztlich angeboten wird. Dies gilt natürlich nur, wenn er Kaufkraft besitzt, d. h. eine Leistung in Form von Geld, Ware oder Arbeit, die der Anbieter als Tauschobjekt akzeptiert, anbieten kann.
Die Folgen von Politik
Hat der Staat durch Umverteilung (Diebstahl am Ich) und permanente Behinderung des Menschen bei der Leistungserbringung eine Selbstversorgung fast unmöglich gemacht, ist Notwehr der letzte Weg. Jede Leistungserbringung muß vor dem Eingriff des Staates geschützt werden. Da der Staat jedoch nur ein Symbol ist, keine Realität, sind es die Staatsdiener und Politiker, die mir meine Leistung stehlen. Der Politiker und die ausführenden Beamten und Angestellte, die sich hinter Gesetzen verstecken, um den Leistungserbringer, Arbeiter und Unternehmer zu bestehlen, sind die Feinde des freien Menschen. Der Politiker und seine Sklaven sind die Feinde der Freiheit. Das Motto muß lauten: weniger Politiker bedeutet weniger Politik, weniger Politik bedeutet mehr Freiheit für das einzelne Ich. Weniger Politik heißt weniger Diebstahl am Leistungserbringer. Weniger Diebstahl am Leistungserbringer heißt mehr Wohlstand für uns alle.
Notwehr gegen Diebstahl
Damit aber die Bereitschaft zur Notwehr bei einer breiteren Bevölkerung entsteht, muß es noch mehr den Bach herunter gehen. Im Moment geht es den meisten nämlich noch viel zu gut. Erst Not und Leid zwingt uns zum Umdenken und dazu, unsere Handlung der Realität anzupassen, da wir ansonsten unsere Ziele nicht erreichen werden. Wir müssen lernen aus den Fehlern, die eine Zielerreichung verhindert haben. Ist der Fehler erst erkannt, kann Ich ihn abstellen. Welches der richtige Weg ist, das muß man durch Versuche herausbekommen. Alles Denken hilft letztlich nicht weiter, wenn der Mut zur Tat fehlt, oder der Leidensdruck. Ein Gedanke entfaltet erst dann seine volle Fruchtbarkeit, wenn er in die Tat umgesetzt wird. Der beste Gedanke, dem keine Tat folgt, ist letztlich wirkungslos.
Aber jetzt zurück zur Notwehr. Ist der Schutz meiner Leistung, d. h. meines Eigentums, der einzige Weg zu mehr Wohlstand, den Ich beschreiten kann? Kann Ich nicht auch Einfluß auf den Menschen, das andere Ich nehmen, der mich im Schutz des Gesetzes behindert und bestiehlt? Da Ich Gewalt ablehne (sie führt nicht zu dauerhaftem Erfolg), bleibt nur die Änderung meines Verhaltens. Aber will der Beamte, Ich nenne ihn jetzt stellvertretend für alle, die sich hinter Gesetzen verstecken, mir denn wirklich schaden? Vermutlich hat er Angst, im Leistungswettbewerb am freien Markt zu kurz zu kommen, fühlt sich unterlegen und verunsichert. Er glaubt vielleicht gerne den Politikern, die ihm einreden, der Mensch ist unmündig und muß vor sich selbst geschützt werden? Macht sich nur aus Angst vor der Zukunft, die im steten Wandel ist. Begreift nicht, dass es letztlich keine absolute materielle Sicherheit gibt, egal, wie viel er anhäuft und hortet.
Hilfe für Staatsdiener
Sicherheit kann er nur aufbauen, indem er lernt, erkennt, wie seine Welt funktioniert, indem er Spaß findet an den Herausforderungen des Lebens. Da Erkenntnis nur jedes Ich selbst haben kann, kann Ich den Behinderer nur zum Denken anregen. Aber wird er nicht erheblich freier sein, wenn er erkennt, wie stark er ist? Er braucht sich nicht hinter Gesetzen zu verstecken, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Er braucht nur die Aufgen offen zu halten, dann erkennt er schnell, was sein Mitmensch, das andere Ich, brauchen kann. Jetzt ist der Weg, dem anderen Ich ein Leistungsangebot zu machen, nur noch sehr kurz. Ich kenne erfreulicher Weise genügend Staatsdiener, die nebenbei sinnvolle Leistungen an das andere Ich verkaufen, inoffiziell selbstverständlich. Sie befriedigen damit zu einem Preis Bedürfnisse, die zum offiziellen, mit allen Zwangsabgaben belasteten Preis, nicht befriedigt werden könnten, da sich der Nachfrager den hohen Preis nicht leisten kann. Es ist also nicht die Frage, ob ein Bedürfnis zum Preis von 45 Euro je Stunde (Handwerkerstunde) oder zum Selbstkostenpreis (Schwarzarbeiterpreis) von 15 Euro erbracht wird. Die Frage ist: Wird ein Bedürfnis für 15 Euro befriedigt oder gar nicht. Kommt der Tausch, 15 Euro für eine Handwerkerstunde, nicht zustande, sind der Nachfrager und Anbieter direkt geschädigt.
Was viele Staatsdiener nicht verstehen: Sie sind selbst geschädigt, da jede nicht erbrachte Leistung den Wohlstand aller Menschen mindert. Also noch einmal: wer eine Leistungserbringung verhindert, egal unter welchem Vorwand, schadet nicht nur den beiden Tauschbeteiligten, sondern auch sich selbst. Diese Gedanken sollte sich jeder, der seine Leistung nicht am freien Markt verkauft, aus Eigeninteresse noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Will er sich weiterhin schädigen, kann Ich ihn nicht mehr davor bewahren. Außerdem entgeht ihm die Freude, das Lächeln eines zufriedenen Kunden zu genießen.
Satisfaction durch Schenken
Dieser Teil der Bezahlung für Bedürfnisbefriedigung am anderen Ich wird meistens völlig unterschätzt. Ich persönlich arbeite nur noch für mein gutes Gefühl und das Lächeln des anderen Menschen. Meine Leistung kann man nicht kaufen und nicht erpressen. Meine Leistung erhält das andere Ich geschenkt oder gar nicht. Ich schenke natürlich nur, wenn der Beschenkte es will. Jemandem etwas schenken, was dieser nicht will, ist Gewalt und schärfstens zu verurteilen. Der gegen seinen Willen Beschenkte ist zur Notwehr berechtigt. Nur mein und Dein Wille zählt. Ich achte Dich und Dein Eigentum, das gleiche Verhalten erwarte Ich auch nur von Dir. Achte den anderen Menschen und sein Eigentum. Ich habe nur ein Gesetz, was Ich mir gebe: Ich achte das andere Ich und sein Eigentum.
An alle Staatsknechte!
Habt Ihr mal in das glückliche Auge eines zufriedenen Konsumenten geschaut? Dieser Genuss ist euch verwehrt, solange ihr euch hinter Gesetzen versteckt. Auch Ihr könnt wettbewerbsfähige Angebote machen. Seht den Finanzbeamten, der die Steuererklärung seiner Nachbarn macht. Den Bauamtsmitarbeiter, der für kleines Geld den Bauantrag vom Enkel oder Nachbarn macht. Der Chefarzt, der in seiner Privatabteilung die Privatpatienten behandelt. Der Briefträger, der seine Kunden vor ungewollter Werbung schützt, die Industrie vor unnötigen Werbekosten. Von diesen sinnvollen Beispielen gibt es viele. Warum wollt Ihr euer soziales Verhalten nicht ausbauen? Ohne schlechtes Gewissen die Karibikreise des Pharmakonzerns annehmen für Medikamentenerprobung und ähnlich sinnvolle Angebote am Markt. Der Polizist kann nach Feierabend ein besonders aufmerksames Auge auf die Fabrik oder das Lokal in der Nachbarschaft werfen gegen geringe Bezahlung. Allen wäre geholfen. Warum kann das nicht ausgebaut werden frage ich euch? Habt Ihr keinen Mut, die passende Nachfrage zu eurem Angebot zu finden?
Seid mutig, euer Angebot ist allemal gut genug für den Markt. Ihr braucht euch nicht hinter unsinnigen Gesetzen verstecken, um euren Lebensunterhalt zu verdienen. Bietet alles an, was euch gefällt. Der Bedarf beim Kunden ist unbegrenzt, fraglich ist immer nur, ob er bereit ist den geforderten Preis zu bezahlen. Glaubt nicht das Märchen der Politiker von der begrenzten Arbeitsmenge. Der Bedarf ist unbegrenzt, es kommt nur auf den Preis an. Das heißt: Die Nachfrage an Arbeitskraft ist unbegrenzt, die Frage ist nur, zu welchem Preis der Konsument das Angebot annimmt. Arbeit für eine feste Summe ist begrenzt, Arbeit an sich ist unbegrenzt vorhanden. Glaubt Ihr denn, dass Eure Wünsche ausgehen? Jeder ist Anbieter und Nachfrager. Ich wüsste noch eine Menge Arbeit, die ich kaufen würde, wenn der Preis niedriger wäre. Künstlich festgelegte Preise von Gewerkschaften, Arbeitgeberverbänden sind das Hindernis. Ganz übel wird es dann durch die Politiker, die diese Schweinerei als allgemeinverbindliches Gesetz erlassen. Wir haben es hier mit Wohlstandsdieben zu tun. Mehr Schädigung des Einzelnen unter dem Deckmantel sozialer Notwendigkeit ist kaum mehr möglich. Wehrt Euch jetzt!
Die Buchpreisbindung schadet Verläge und Autoren
Die Buchpreisbindung in Deutschland ist eingeführt worden mit der Begründung, die Vielfalt zu sichern. Wie bei fast allen Gesetzen, die einen bestimmten Teil der Menschen (Frauen, Kinder, Behinderte etc.) schützen sollen, kommt im Ergebnis fast immer das Gegenteil heraus. Ich will hier gar nicht auf die Ungerechtigkeit an sich eingehen, die ein Gesetz, dass nicht für alle Menschen gilt, in sich birgt. Es geht nur darum zu zeigen, dass jegliche Schutzgesetze letztlich denjenigen Schaden bringen, die eigentlich geschützt werden sollen.
Durch die Buchpreisbindung ist es nicht möglich, Restbestände unter Listenpreis zu verkaufen, sondern sie müssen kostenintensiv vernichtet werden. Durch den geringeren Preis in der Komplettverwertung als Sonderposten würden aber Käuferschichten erreicht werden, die zum Normalpreis kein Buch kaufen würden. D. h. es ist nicht die Frage, ein Buch zum Normalpreis oder Sonderpreis zu verkaufen, sondern bei der angesprochenen Käuferschicht geht es darum, ein Buch zum Sonderpreis oder gar nicht zu kaufen.
Das gilt für alle geschützten Bereiche gleich. Es ist nicht die Frage, ob ein Gärtner für 40,00 Euro + MWST offiziell oder für 20,00 Euro incl. schwarz arbeitet, sondern die Frage, ob der Kunde 20,00 Euro schwarz bezahlt oder gar keinen Gärtner beauftragt. Dieser grundsätzliche Denkfehler wird vorwiegend von Zwangstauschern begangen, die nicht ihr eigenen Geld ausgeben. Bei gestohlenem Zwangstauschergeld zählt mehr die ordnungsgemäße Auftragsvergabe als der Preis. Aber leider wird Wohlstand nur unter Freitauschern geschaffen, Zwangstauscher vernichten ihn durch ihren Diebstahl. Irgendwann wird auch der letzte Zwangstauscher begriffen haben, daß durch Diebstahl kein Wohlstand geschaffen wird.
Bis dahin ist aber viel Geduld nötig. Nebenbei wird dann natürlich sowieso nichts mehr zu stehlen sein, weil keiner mehr etwas leistet, was der Zwangstauscher stehlen könnte. Da wir im Gegensatz zur DDR als BRD nicht auf einen Bruder warten können, den wir weiter und stärker bestehlen, wird vielleicht etwas gelernt.
Lernen geht durch Leiden sicherer, aber leichter durch Selbstdenker, die eigenverantwortlich als Freitauscher Wohlstand schaffen. Die es nicht nötig haben, wie die Schwächlinge (Zwangstauscher) andere Menschen zu bestehlen, nur um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Freitausch und Leistung sind der Garant für Wohlstand, Zwangstausch und Diebstahl sind der Garant für Armut und in deren Folge Unfreiheit. Ohne geschütztes Eigentum an Körper, Geist und ihrer Leistung keine Freiheit und kein Frieden auf Dauer. Nur wenn meine Leistung mein Eigentum bleibt, brauche Ich niemanden zu bestehlen, egal wie sozial und christlich sich die Begründung auch anhört. Das bedeutet: Jedem das Seine heißt Freiheit und Wohlstand für alle. Nur das eine Gesetz muss befolgt werden: „Schütze den Menschen (Ich) und sein Eigentum.“
Noch einmal zu meinem Ausgangspunkt zurück. Durch den vorher beschriebenen Mechanismus ist meiner Meinung nach die Buchpreisbindung ein Selbsttor für Künstler und Verlage. Jedes Schutzgesetz schadet auf Dauer immer dem, der geschützt werden soll. Der einzig nötige Schutz ist der des Eigentums, auch beim geistigen Eigentum. Wobei beim geistigen Eigentum der Werbeeffekt niedriger Preise leichter zu nutzen ist, weil in der Regel der Materialeinsatz (Buch, CD etc.) gering ist.
« Und niemand anders als ich selbst kann erfassen und bestimmen, was ich brauche.
»
Alfred Reimann